Patientenfeedback kann positiv und konstruktiv, und die meisten Bewertungen auf Doctify zeigen den hohen Standard der erbrachten Versorgung. Es gibt jedoch auch die andere Seite der Medaille: Bewertungen von PatientInnen, die unzufrieden waren. Auch wenn es seltener vorkommt, ist negatives Feedback eine gute Gelegenheit, um Erkenntnisse zu gewinnen und zu verstehen, wo etwas schiefgelaufen ist und wo Verbesserungen möglich sind.
Wir haben zahlreiche Patientenbewertungen aus den letzten drei Jahren analysiert und dabei wichtige Punkte gefunden, die zu einer besseren Versorgung beitragen können. In diesem Artikel befassen wir uns mit einem Bereich, in dem das Feedback von PatientInnen immer wieder Optimierungspotential aufzeigt, nämlich die Kommunikation, insbesondere Aufklärung & Beratung.
Wir haben festgestellt: 55 % der PatientInnen, die den Aspekt Aufklärung als schlecht bewerteten, bezeichneten diese als „zu kurz“ oder „gehetzt“
Wie wir herausgefunden haben, bewerteten PatientInnen die Aufklärung & Beratung aus folgenden Gründen als schlecht (2 oder niedriger):
- 55 % der PatientInnen beschrieben die Aufklärung als gehetzt oder zu kurz.
- 37 % fanden die Formulierungen unklar oder vage.
- 30 % hatten den Eindruck, zu wenig Details zu erhalten und fühlten sich nicht ausreichend informiert.
- 22 % hatten mit zu vielen Fachbegriffen zu kämpfen.
- 15 % gaben an, dass FachärztInnen Wissen voraussetzten und wesentliche Erklärungen ausließen.

Was PatientInnen wirklich wollen: leicht verständliche Erklärungen ohne Fachjargon
Wenn Informationen und Erläuterungen unkompliziert und umsichtig formuliert sind, nehmen PatientInnen dies wahr – und scheuen sich nicht, es in ihren Bewertungen zu erwähnen. Diese positiven Kommentare bieten zahlreiche Erkenntnisse dazu, was PatientInnen in ihrer Versorgung besonders schätzen. Aus unserer Analyse geht eines ganz klar hervor: PatientInnen wünschen sich unkomplizierte Informationen zu ihrer Gesundheit, ohne Fachjargon. Sie schätzen SpezialistInnen, die sich die Zeit nehmen, komplexe medizinische Details in einfachen Worten zu formulieren.
So sorgen Sie in 3 einfachen Schritten für gute Kommunikation
1. Visuelle Hilfsmittel: Abbildungen, Grafiken oder andere visuelle Hilfsmittel, um komplizierte Verfahren oder Erkrankungen besser zu erklären. Anhand solcher Darstellungen können abstrakte Konzepte greifbarer und leichter verständlich gemacht werden.
🔹 „Ich bin Medizinstudentin und Patientin und habe noch nie einen Chirurgen mit einem solchen Maß an Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Souveränität erlebt. Er verwendete visuelle Hilfsmittel, um den Eingriff zu beschreiben, ging auf meine Hinweise und Bedenken ein, und ich bin mit dem gesamten Ablauf sehr zufrieden.“
2. Einfache, alltägliche Sprache: Fachjargon kann PatientInnen verwirren. Mit einer klaren, einfachen Ausdrucksweise stellen Sie sicher, dass die Informationen problemlos verstanden werden. Wenn medizinische Fachausdrücke notwendig sind, sollten diese auch gut verständlich erklärt werden, um die Kommunikation effektiver zu gestalten.
🔹 „Hat sich so viel Zeit für uns genommen. Sie war freundlich, mitfühlend, hat alles ausführlich erklärt, und zwar so, dass es unser 14-jähriger Sohn verstehen konnte.“
3. Ohne Eile: PatientInnen fühlen sich bei Terminen oft gehetzt, besonders wenn sie komplexe Informationen erhalten. Wenn Sie ihnen die Zeit geben, die sie brauchen, um die Informationen zu verarbeiten, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern, fühlen sie sich ernst genommen und haben mehr Vertrauen in die Behandlung.
🔹 „Bei meinem Ersttermin, nahm sich [der Spezialist] die Zeit, meine Erkrankung ausführlich zu erklären, und zeichnete ein Bild, um sicherzugehen, dass ich meine Situation genau verstehe. Das war enorm hilfreich und wichtig, um Antworten zu kriegen. Und so hatte ich das Gefühl, dass der Arzt mir nicht nur erklären wollte, „was“ passiert war, sondern vor allem „warum“ es passiert war.“
Sind Sie neugierig, was die PatientInnen von Ihren Aufklärungen halten? Dann starten Sie jetzt mit dem Sammeln von Bewertungen.
